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MARKTBRIEFING 14-18. Juli 2025

MILF Weekly Report


Börsen konsolidieren nach Rekorden


Die US-Aktienmärkte zeigten in der Woche vom 7. bis 13. Juli eine gemischte Performance, mit leichten Rückgängen bei den Hauptindizes nach den Höchstständen der Vorwoche. Der S&P 500 fiel um 0,33 %, schloss bei etwa 6.259,75 Punkten und bleibt YTD mit +7,0 % im Plus. Der NASDAQ gab 0,22 % nach, liegt aber YTD bei +6,9 % und schloss bei 20.585,53. Der Dow Jones Industrial Average verlor 0,63 % und steht YTD bei +5,0 %, mit einem Schlusskurs von 44.371,51. Small Caps hielten sich besser, während internationale Märkte wie der MSCI EAFE um 0,1 % zulegten und YTD +19,5 % aufweisen. Die Volatilität stieg leicht an, beeinflusst durch anhaltende Handelsgespräche und Erwartungen an Inflationsdaten.


Wirtschaftsdaten und Inflation im Rampenlicht

Der Fokus lag auf dem CPI-Bericht für Juni, der am 15. Juli erwartet wird – der Mai-Wert betrug 2,4 % jährlich. PMI-Daten verbesserten sich: Services auf 50,8 und Manufacturing auf 49. JOLTS-Joböffnungen stiegen, was auf einen robusten Arbeitsmarkt hindeutet. Allerdings dämpften Handelsstreitigkeiten das Dividendenwachstum im Q2 auf 7,4 Mrd. USD Netto. Analysten prognostizieren für Q2 ein Gewinnwachstum von 4,8 % im S&P 500, das schwächste seit Q4 2023. Zusätzlich sinken die Chancen für eine Zinssenkung bis September auf 60 % (von 94 % zuvor), was auf anhaltende Unsicherheiten hinweist.


Wirtschaftliche Auswirkungen von Einwanderungsrestriktionen

Torsten Slok, Chefökonom bei Apollo, warnt vor den wirtschaftlichen Folgen massiver Deportationen. Bei 3.000 unbefugten Einwanderern pro Tag würde die Arbeitskraft 2025 um rund 1 Million sinken, was die Beteiligungsrate um 0,4 Prozentpunkte senkt. Dies führt zu niedrigerer Arbeitslosenquote, geringerem Jobwachstum und höherer Lohninflation, insbesondere in Sektoren wie Bau, Landwirtschaft und Gastgewerbe. Insgesamt ein stagflationärer Impuls: Weniger Wachstum, höhere Preise. Slok verweist auf eine neue Studie von Edelberg, Veuger und Watson für detaillierte Quantifizierung. Quellen: ICE, Haver Analytics, Apollo Chief Economist.


Zusätzliche Wirtschaftsinsights: Apollo Mid-Year Outlook und Kalshi Märkte

Im Kontext der anhaltenden Debatten um Stagflation und wirtschaftliche Unsicherheiten lohnt ein Blick auf den Mid-Year Outlook von Apollo, der die Risiken durch hohe US-Tarife beleuchtet – diese sind auf dem höchsten Niveau seit fast 90 Jahren und wirken als stagflationärer Schock, der Wachstum drosselt und Preise in die Höhe treibt. Der Report schätzt die Rezessionswahrscheinlichkeit in den USA auf 25 % innerhalb der nächsten 12 Monate, mit Erwartungen an langsameres Wachstum und anhaltend höhere Inflation. Die Fed wird voraussichtlich nur einmal 2025 die Zinsen senken, mit einer Zielspanne für die Fed Funds Rate von 4,00 % bis 4,25 % Ende des Jahres. Weiche Indikatoren wie Konfidenzauswertungen schwanken mit Tarif-Nachrichten, während harte Daten wie Beschäftigung und Inflation widerstandsfähiger sind, was die Unsicherheit verstärkt. Investoren sollten dies als Warnung sehen:

Tarife könnten globale Ketten stören und Märkte volatiler machen, ohne explizite Empfehlungen, aber mit Fokus auf Bildungszwecken.


Zu den Auswirkungen von Zöllen: Die vorgeschlagenen US-Zölle für 2025 könnten erhebliche Effekte haben. Laut Analysen könnten sie bis zu 400 Mrd. USD an Einnahmen generieren (ca. 1,3 % des BIP), aber gleichzeitig das BIP langfristig um bis zu 6 % senken und Löhne um 5 % drücken, mit höheren Preisen für Verbraucher (Unternehmen reichen 70 % der Kosten weiter). Besonders betroffen wären Sektoren wie Landwirtschaft und Fertigung durch geringere Produktion, Jobverluste und Preisanstiege, was zu einer Verlangsamung des Wachstums auf die Hälfte von 2024 führen könnte. Insgesamt ein stagflationärer Effekt: Weniger Output, höhere Inflation und Umlagerungen zwischen Branchen. Im Juni erreichten die US-Einnahmen dank Trump-Zöllen einen Rekordwert, wie die WELT berichtet, was kurzfristig positiv wirkt, aber langfristig Kosten für Verbraucher steigen lässt.


Ergänzend bieten die Märkte auf Kalshi, einer Vorhersageplattform, spannende Einblicke in kollektive Erwartungen. Aktuelle Kalshi-Märkte zu Inflation 2025 prognostizieren eine Abkühlung, mit globaler Inflation von 6,8 % 2023 auf niedrigere Werte 2024 sinkend (IMF-Forecast), aber Stagflationsrisiken bleiben präsent – z. B. in Märkten zur "State of the Economy" Ende 2025, wo Stagflation als Mix aus hoher Inflation und Arbeitslosigkeit diskutiert wird. Die Rezessionsdebatte heizt sich auf: Trotz steigendem GDP, starkem Arbeitsmarkt und rekordniedriger Arbeitslosigkeit sehen Trader auf Kalshi die Rezessionschance für 2025 bei nur 21 %, leicht gestiegen von 19 % – ein Kontrast zu warnenden Stimmen wie Goldman Sachs (45 % in 12 Monaten). Schwache Jobs-Daten und steigende Inflation nähren Stagflationsängste, was Märkte belasten könnte (z. B. niedrigere Treasury-Yields, schwächerer Dollar). CPI-Märkte auf Kalshi zeigen eine 87 %-Wahrscheinlichkeit für Mai-Inflation über 2,3 %, mit Chancen für Trades. Insgesamt deuten Kalshi-Daten auf Optimismus hin, aber mit Vorsicht vor Tarif-induzierten Schocks – ein nützliches Tool für sentimentbasierte Strategien.








Szenario: Fed-Zinssenkung auf 1,5 %, falls Powell vorzeitig austritt

Lasst uns das Szenario durchspielen – basierend auf aktuellen Daten (Stand Juli 2025), Prognosen und den Gerüchten um Powells möglichen Rücktritt. Zuerst die Faktenlage, dann das Basis-Szenario ohne Austritt, und schließlich das hypothetische "Was-wäre-wenn"-Szenario mit Austritt. Die aktuelle Fed Funds Rate liegt bei 4,25–4,50 % und ist seit Juni unverändert geblieben. Prognosen sehen moderate Senkungen vor, aber nichts Dramatisches wie auf 1,5 % – das wäre ein aggressiver Cut von über 300 Basispunkten, was typisch für Rezessionen ist (z. B. 2020). Powell's Amtszeit endet offiziell im Mai 2026, aber Gerüchte über Resignation wachsen durch Druck vom Trump-Administration, z. B. wegen eines $2,5 Mrd. HQ-Renovations-Skandals und Vorwürfen, er habe den Kongress getäuscht. Trump hat Powell öffentlich gedrängt, sofort zurückzutreten, und spekuliert über dovishe Nachfolger, die Rates senken würden. Allerdings gibt es keine offizielle Bestätigung – Powell hat betont, er würde nicht freiwillig gehen, und ein "for cause"-Entlassung ist rechtlich schwierig (nur bei Fehlverhalten, nicht Policy-Differenzen).



Basis-Szenario: Powell bleibt im Amt – Keine Senkung auf 1,5 %


  • Aktuelle Lage: Die Fed hat die Rate bei 4,25–4,50 % gehalten, da Inflation stabil ist (CPI Mai ~2,4 %), Arbeitsmarkt robust (niedrige Arbeitslosigkeit) und Wachstum moderat. Powell's hawkisher Ansatz priorisiert Inflationsbekämpfung über schnelle Cuts – er hat signalisiert, dass Daten (z. B. abkühlende Inflation) Voraussetzung sind.

  • Prognosen: Kein Cut im Juli erwartet; erste Senkung vielleicht September oder später. Für 2025 insgesamt: 0,50 % Cuts (zwei Mal à 0,25 %), Rate Ende Jahr ~3,75–4,00 % (Morningstar). Einige FOMC-Mitglieder sehen sogar gar keine Cuts 2025, andere bis zu 0,75 % (drei Cuts). Auf 1,5 % runter? Unwahrscheinlich ohne schwere Rezession – das würde 12–13 Cuts erfordern, was historisch extrem ist (z. B. 2008-Krise: Von 5,25 % auf 0 % in 16 Monaten).

  • Risiken: Wenn Inflation steigt (z. B. durch Tarife), keine Cuts; bei Abkühlung (schwächerer Jobmarkt) moderate Senkungen. Markets preisen 60 % Chance für September-Cut ein.

  • Hypothetisches Szenario: Powell tritt vorzeitig aus – Weg zu 1,5 %?

Nehmen wir an, Powell tritt bis Ende 2025 aus (z. B. durch Druck oder Resignation im Skandal-Kontext). Trump ernennt einen Nachfolger (muss Senat bestätigen), der dovisher ist und Rates senkt, um Wachstum zu boosten – Trump hat das explizit gefordert. Historisch beeinflusst ein Chair-Wechsel Policy: z. B. Volcker (hawkish, hoch Rates gegen Inflation), Greenspan (dovish, Cuts in Krisen). Aber Fed-Entscheidungen sind kollektiv (FOMC-Voting), kein Diktat.






Schritt-für-Schritt-Szenario:


  1. Austritt-Trigger (Wahrscheinlichkeit: Mittel, ~30–40 % basierend auf Gerüchten): Bis Q4 2025 eskaliert der Druck – Trump's Administration startet Untersuchungen, Powell resigniert, um Unabhängigkeit zu wahren. Markets reagieren volatil: Bond-Yields sinken (erwartete Cuts), Dollar schwächt, Aktien steigen kurzfristig (Dovish-Erwartung).

  2. Nachfolger-Nominierung: Trump wählt jemanden wie Judy Shelton oder Arthur Laffer – dovish, pro-low-rates. Senat-Bestätigung könnte verzögern (politische Kämpfe), Interims-Chair (z. B. Vize Clarida) übernimmt. Credibility-Probleme: Markets zweifeln an Unabhängigkeit, was zu höherer Inflation-Erwartung führt.

  3. Policy-Shift zu Cuts: Neuer Chair pusht dovishe Haltung – z. B. bei schwachem Wachstum (Tarife, Deportationen verursachen Stagflation). FOMC könnte aggressiver senken: Von 4,5 % auf 3 % bis Ende 2025 (4–5 Cuts), dann 2026 weiter runter. Auf 1,5 %? Nur bei tiefer Rezession (z. B. GDP -2 %, Arbeitslosigkeit >6 % durch Trade Wars) – dann Emergency-Cuts möglich, wie 2020. Wahrscheinlichkeit: Niedrig (20 %), da FOMC nicht einseitig ist und Inflation priorisiert.

  4. Auswirkungen:

Positiv: Niedrigere Rates boosten Wachstum, Aktien (z. B. Tech, Real Estate) steigen 10–15 %.

Negativ: Höhere Inflation (durch dovishe Policy), schwächerer Dollar, Bond-Markt-Chaos. Langfristig: Verlust an Fed-Credibility erhöht Volatilität. Global: Schwächere US-Wirtschaft trifft Exporteure (z. B. EU, China), aber günstigere Kredite helfen Emerging Markets.


Sektorale Entwicklungen

Energieaktien gewannen +1,8 %, getrieben von stabilen Ölpreisen um 70,63 USD/Barrel, trotz leichter Abschwächung. Utilities (+0,5 %) und Industrials (+0,3 %) hielten sich, während Tech (-0,9 %) und Kommunikationsdienste (-1,2 %) nachgaben. YTD führen Industrials (+14,5 %), IT (+9,5 %) und Utilities (+10,2 %). Drohnen-Aktien boomen: Red Cat Holdings (RCAT) +26,40 % auf 8,57 USD, AeroVironment (AVAV) +11,04 % auf 263,80 USD und Kratos Defense & Security Solutions (KTOS) +11,76 % auf 51,71 USD, dank Verpflichtungen zur US-Drohnen-Dominanz. Weiche Rohstoffe wie Orangensaft (OJU25) stiegen um 39 % diesen Monat auf 288,85 USD, während Kaffee (KCU25) und Kakao (CCU25) gemischt performen.


Fundamentale Analyse: Schwache Sektoren mit Aufholpotenzial als Hedge

Da wir uns nahe ATH bewegen und Long-Positionen riskant wirken, lohnt ein Blick auf fundamentell schwache Sektoren mit Upside-Potenzial – ideal als Hedge durch Value- oder Defensive-Play. Basierend auf Q2-Earnings-Prognosen und Bewertungen (z.B. Morningstar, Schwab-Analysen) sind folgende Sektoren aktuell schwach, haben aber Potenzial für Anstieg durch Stabilisierung oder Zinsentlastung:


Energie-Sektor: Schwach mit prognostiziertem Gewinnrückgang von -25 % im Q2 (durch volatile Ölpreise und Übergang zu Renewables), YTD oft unterperformt.

Fundamentals: Niedrige P/E-Verhältnisse (ca. 12-15x), hohe Dividenden (4-6 %).

Upside-Potenzial: Bei steigender Nachfrage (z.B. Sommer-Travel) oder OPEC-Stabilisierung könnte der Sektor 10-20 % zulegen; als Hedge defensiv gegen Inflation.

Einzeltitel: ConocoPhillips (COP) – Unterbewertet bei Free-Cash-Flow-Prognosen (Fair Value ~110 USD, aktuell ~95 USD), starke Bilanz, Buybacks; ExxonMobil (XOM) – Moat durch Diversifikation, Dividende ~4 %, Upside bei Öl >85 USD/Barrel.


Kommunikationsdienste: Unterbewertet (niedrigste Bewertung im S&P 500 per Morningstar), trotz Q2-Gewinnwachstum von +32 %, YTD -1,2 % wöchentlich.

Fundamentals: Hohes Wachstum durch AI und Digitalisierung, aber gedrückt von Konkurrenz (z.B. OpenAI-Browser). P/E um 15-18x, starke Cashflows. Upside-Potenzial: 15-25 % bei AI-Boom und Werbeausgaben; Hedge gegen Tech-Überbewertung.

Einzeltitel: Alphabet (GOOGL) – Fair Value ~200 USD (aktuell ~178 USD), AI-Dominanz (Gemini), starke Margen; Meta Platforms (META) – Undervalued bei P/E 20x, Upside durch Metaverse und Ads, YTD stark aber Potenzial für Weiteres.


Finanzsektor: Überbewertet wirkend, aber schwach in Teilen durch höhere Zinsen (YTD +5-10 %, aber volatil). Fundamentals: Solide Bilanzen, aber gedrückt von Kreditrisiken. Upside-Potenzial: Bei Zinsenkungen (Fed-Cut) 10-15 % Anstieg durch Nettozinsmarge; Hedge defensiv. Einzeltitel: JPMorgan Chase (JPM) – Fair Value ~220 USD (aktuell ~200 USD), diversifiziert, hohe ROE; Berkshire Hathaway (BRK.B) – Value-Play, Cash-Reserven, Upside bei Marktrückgang.

Diese als Hedge: Fokus auf Value-Titel mit niedrigem Beta (<1), um ATH-Risiken abzufedern – Short auf Indizes kombinieren für Balance.


Anleiherenditen und Währungen

US-Treasury-Renditen stiegen weiter: Die 10-jährige auf 4,45 % (von 4,43 %), die 2-jährige auf 3,92 %, die 30-jährige auf 4,98 %. Der 2-10-Jahre-Spread verengte sich auf 50 Basispunkte. Der US-Dollar-Index (DXY) stabilisierte sich bei 98,00, +0,15 % wöchentlich, bleibt aber YTD schwach. Gold kletterte auf 3.364 USD (+1,15 %), Öl gab leicht nach. Silber (SIZ25) stieg stark um +4,39 % auf 39,422 USD, mit Empfehlungen für Call-Optionen.


Ausblick

Die Woche bringt CPI (Dienstag), PPI (Mittwoch), Einzelhandelszahlen (Donnerstag) und Verbrauchervertrauen (Freitag). Volatilität durch Handelsgespräche und politische Unsicherheiten möglich. Fear & Greed Index bei 74 (Extreme Greed), warnt vor Korrekturrisiken. Small-Cap-Stocks ($IWM) unterperformen Mega-Caps historisch stark.

Fokus kommende Woche: Nasdaq Richtung 23k und neues ATH, Zielzone 23200-23300 Punkte – technisch bullisch, solange Support bei 22k hält, aber bei ATH-Vorsicht vor Pullback.


Muster Depot

Nach dem Neustart letzter Woche baue ich weiter auf, mit Fokus auf niedriges Risiko und short-orientierte Trades. Aktuelle laufende Positionen und Performance: 63.912,04 €. Geschlossene und realisierte Gewinne: 64.612,04 €. Gesamtergebnis seit Start: +63,9 % (aktualisiert). Ich plane eine umfassendere Excel-Struktur mit Branchenverteilung – Details nächste Woche. Favoriten: Long Alphabet (trotz Volatilität), Short-Ideen bei USD-Paaren. Sektorrisiken unter 5 % halten.


Automobil Sektor

Tesla rollt Update 2025.26 aus, inklusive hands-free Grok AI-Integration für neue Fahrzeuge ab 12. Juli. Dies verbessert das Infotainment und positioniert Tesla stärker im AI-Bereich. Tesla (TSLA) stieg um +1,17 % auf 313,51 USD. Lucid (LCID) kletterte auf 2,35 USD (+3 %), bleibt aber volatil. Chart: Abwärtstrend, RSI neutral. Halte Long mit SL 1,90 USD (Risiko 2,8 %), TP1 2,53 USD. Sektor-Risiko max. 5 %, da Wirtschaftsdaten wie CPI drücken könnten. Lucid Air: Immer noch Komfort-König, aber teuer bei >120k €. Achtung: Die Auto Loan Delinquency Rate ist auf dem höchsten Stand seit 2011, wie Barchart berichtet – ein Warnsignal für den Sektor, da höhere Zinsen und Inflation Verbraucher belasten, was zu mehr Ausfällen führt und den Absatz drücken könnte. Die Chart zeigt einen Anstieg auf über 3,8 %, was auf wachsende finanzielle Belastungen hinweist und als Hedge Short-Positionen in Auto-Finanzierern attraktiv macht.


Tech-Sektor: Google unter Druck

Alphabet (GOOGL) fiel um 2-3 % auf ~178 USD, ausgelöst durch News, dass OpenAI (ChatGPT) einen neuen AI-Browser plant, der Google Chrome herausfordert. Dies könnte Suchdominanz bedrohen, doch Alphabets stabiles Infotainment und AI-Investitionen (z.B. Gemini) halten es resilient. Median-Target: 200 USD (+12 % Upside), bullisch bis 250 USD 2026. Long-Bewegung intakt, trotz YTD-Rückgang. Favorit im Depot – technisch Cup-Base-Formation. Weitere Tech: NVIDIA (NVDA) +0,50 % auf 164,92 USD, Microsoft (MSFT) +0,37 % auf 503,32 USD, Amazon (AMZN) +1,24 % auf 225,02 USD, Apple (AAPL) -0,59 % auf 211,16 USD. Elon Musk hebt Grok 4 hervor: Es löst erstmals schwierige, reale Ingenieurfragen, deren Antworten nirgends online oder in Büchern stehen – und es wird viel besser werden. Das unterstreicht das Potenzial von xAI, könnte Tesla und verwandte Titel boosten.


Politische Spannungen

Gerüchte um Elons "America Party" gewinnen an Fahrt, aber die Realität ist kompliziert: Berichte deuteten auf eine FEC-Filing hin, die eine neue Partei etablieren sollte, nach einem Streit mit Trump über Steuersenkungen und Politik – Musk soll sie als Alternative zu den etablierten Parteien positioniert haben, mit Unterstützung aus Tech-Kreisen wie Uber-Gründer Travis Kalanick. Allerdings hat Musk die Authentizität der Filings dementiert, und der FEC hat sie von der Website entfernt, was auf eine mögliche Fälschung oder Fehlinformation hindeutet. Trotzdem spekulieren Medien über Musk's Motive, eine dritte Partei zu gründen, um Unzufriedenheit mit dem Zweiparteiensystem auszunutzen – Fakt ist, egal ob Links oder Rechts, ändert sich oft nichts, wie in Deutschland. Die Idee könnte Tech-Eliten ansprechen, bleibt aber vorerst hypothetisch, da keine offizielle Bestätigung vorliegt und der FEC-Prozess verzögert ist (drei Commissioner-Vacancies verhindern Entscheidungen). Ergänzt durch die Epstein-Debatte: Ein DOJ-Memo bestätigt keinen "Client List" und offiziell Suizid als Todesursache, doch laufende FOIA-Filings und Gerichtsanfragen halten die Kontroversen am Leben – die Trump-Administration widerspricht Verschwörungstheorien energisch, betont, dass alle relevanten Dokumente freigegeben wurden, aber Forderungen nach vollständiger Transparenz (z.B. von Aktivisten) persistieren. Google Trends zu "Epstein" zeigen über 5 Jahre klare Spikes bei Releases (z.B. 2019 mit der Verhaftung, 2020 mit Ghislaine Maxwell-Prozess), und das aktuelle Interesse liegt höher als im Durchschnitt (Score 50-60, mit Peaks bei neuen Leaks), related Queries wie "Epstein List", "Trump Epstein" oder "Files Release" dominieren. Öffentliches Interesse steigt weiter an, trotz DOJ-Schluss, dass keine neuen Enthüllungen bevorstehen – es bleibt ein Brennpunkt für Misstrauen in Institutionen und könnte politische Debatten anheizen.



Sonst an den Märkten: Niedrig bewertete Aktien und Öl

Snapchat (SNAP): Bei ~9,00 USD, 88 % unter ATH – Potenzial durch Snapchat+ und Auslandsmonetarisierung, Umsatz +9 % 2025 erwartet. Beobachten.


Öl-Aktien: Unterbewertet mit festen Verträgen und hohen Verkaufspreisen: TotalEnergies (TTE), Petrobras (PBR), ONEOK (OKE), Baker Hughes (BKR). Beste: Exxon (XOM), Chevron (CVX), Williams (WMB) – Hohe Dividenden (4-5 %), stabile Kontrakte bei 85 USD/Barrel. Ring Energy (REI), Borr Drilling (BORR) unter 10 USD für 100 % Potenzial. Kursziele von jedem mit prozentualen Möglichkeiten:


TotalEnergies (TTE): Average-Target 69,42 USD (+10,17 % Upside von 63,01 USD), High 78,00 USD, Low 60,00 USD.

Petrobras (PBR): Average-Target 17,43 USD (+44,05 % Upside von 12,10 USD), High 20,00 USD, Low 14,00 USD.

ONEOK (OKE): Average-Target 105,36 USD (+29,53 % Upside von 81,34 USD), High 147,00 USD.

Baker Hughes (BKR): Average-Target 40,96 USD (+0,00 % Upside von 40,96 USD).

Exxon (XOM): Average-Target 123,08 USD (+10,91 % Upside von 110,98 USD), High 142,00 USD, Low 95,00 USD.

Chevron (CVX): Average-Target 165,00 USD (+14,75 % Upside von 143,79 USD), High 186,00 USD, Low 124,00 USD.

Williams (WMB): Average-Target 61,57 USD (+5,75 % Upside von 58,22 USD), High 74,00 USD, Low 43,00 USD.

Ring Energy (REI): Average-Target 3,47 USD (+323,17 % Upside von 0,82 USD), High 3,47 USD.

Borr Drilling (BORR): Average-Target 3,34 USD (+62,93 % Upside von 2,05 USD), High 5,59 USD, Low 2,20 USD.

Stop-Loss-Ideen (SL): Basierend auf technischen Supports (z. B. 50-Tage-MA, Volatilität 5-10 %), um Risiko zu limitieren – immer anpassen an Depot-Größe (z. B. max. 2-3 % Risiko pro Trade).


TotalEnergies (TTE): SL bei 60,00 USD (unter Low-Support, -4,75 % Risiko).

Petrobras (PBR): SL bei 11,00 USD (unter 50-Tage-MA, -9,09 % Risiko).

ONEOK (OKE): SL bei 77,00 USD (unter Recent Low, -5,34 % Risiko).

Baker Hughes (BKR): SL bei 38,00 USD (unter Support, -7,23 % Risiko).

Exxon (XOM): SL bei 105,00 USD (unter 50-Tage-MA, -5,38 % Risiko).

Chevron (CVX): SL bei 137,00 USD (unter Support, -4,73 % Risiko).

Williams (WMB): SL bei 55,00 USD (unter Recent Low, -5,53 % Risiko).

Ring Energy (REI): SL bei 0,70 USD (unter Volatilitäts-Band, -14,63 % Risiko, bei Small-Cap höher akzeptieren).

Borr Drilling (BORR): SL bei 1,80 USD (unter Support, -12,20 % Risiko).


Fazit: Öl-Aktien bieten Value mit hoher Dividende und Upside, besonders bei steigenden Preisen – aber SL strikt halten für Downside-Schutz in volatilen Märkten.


Die kommende Woche ab dem 14. Juli 2025 verspricht eine spannende Earnings-Saison mit zahlreichen hoch erwarteten Berichten, die Märkte beeinflussen könnten. Am Montag starten Unternehmen wie Fastenal (FAST) und Simulations Plus (SLP) vor Börseneröffnung, gefolgt von BancShares (FBK) und First Bank (FRBA) nach Schluss. Dienstag bringt Bankenriesen wie JPMorgan Chase (JPM) und Citi (C) vor Open, sowie Wells Fargo (WFC) und BlackRock (BLK) nach Close. Mittwoch folgen ASML, Bank of America (BAC) und Goldman Sachs (GS) vor Open, mit Johnson & Johnson (JNJ) und Prologis (PLD) nach Close. Donnerstag dominiert TSMC (TSM) und PepsiCo (PEP) vor Open, Netflix (NFLX) und Interactive Brokers (IBKR) nach Close. Freitag endet mit Huntington Bancshares (HBAN) und 3M (MMM) vor Open. Diese Releases, besonders aus Tech, Banken und Konsum, könnten Volatilität auslösen, da sie Einblicke in Wachstum, Inflation und Sektortrends geben – Analysten erwarten gemischte Ergebnisse in einer Phase steigender Zinsen und geopolitischer Unsicherheiten.

 
 
 

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